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Arizona, Colorado, Texas Teil II

In Kanab versuchten wir unser Glück nochmals bei der Verlosung zur Besichtigung der Wave. Doch leider wurde wieder nichts daraus. Und so fuhren wir am nächsten Tag gleich weiter zum Grand Canyon NP South Rim.

Vor 35 Mio. Jahren haben die Erdkräfte die Rocky Mountains in die Höhe gepresst, und das Hochplateau, den sogenannten Kaibab geschaffen, in das der Colorado River seinen Canyon schliff. Vor etwa 10 Mio. Jahren entstand das Flußsystem des Colorado River, und der Fluß fraß sich durch Abtragung gewaltiger Gesteinsmengen in die Landschaft. Neben den Erosionskräften des Flusses trugen Schnee, Eis, Schmelzwasser, Regen und die Wachstumskraft der Pflanzen zur bizarren Gestaltung des Canyons bei, wie man ihn heute bewundern kann. Der Grand Canyon ist zwischen 6,4 km und 28,8 km breit, erreicht eine Tiefe von bis zu 1600 m, wobei der North Rim etwa um 300 m höher liegt als der South Rim, und ist insgesamt 870 km lang. 

Auf gekennzeichneten Wanderwegen ist der Canyon auch zu Fuß zu erkunden. Man sollte aber genug Wasser mitnehmen, denn im Sommer können die Temperaturen leicht 40° überschreiten. Die Ranger Station verzeichnet jährlich ca. 250 Einsätze, wegen Dehydration und Unterschätzung der großen Distanzen. 



Auf dem Weg zum Canyon de Chelly, welcher in der Indianer Navajo Nation liegt, machten wir einen Abstecher zum Coal Mine Canyon, der uns wieder mit seinen Felsformationen und Farben faszinierte.


Bereits vor 1000 Jahren hatten die Anaszasi ihre Kulturwohnstätten in den Felswänden der Canyon de Chelly, die sie aber ca. um 1300 wieder verließen. Immer wieder wurde der Canyon, in den folgenden Jahrhunderten besiedelt, denn der Boden dort ist fruchtbar. Um 1700 ließen sich Navajos aus den Prärien im Tal nieder. 1864 wurden die Navajos dann vom amerikanischen Militär unter Kid Carson auf einem knapp 500 km langen Gewaltmarsch aus der Region vertrieben, nachdem sie hier ihre letzte Zuflucht gesucht hatten. Erst Jahre später ließ man sie zurückkehren. Heute ist der Nationalpark Teil der Indianer Reservation, und die Navajos weiden ihre Schafe dort. 

Wir waren sehr beeindruckt von der Geschichte der Indianer und dem schönen Canyon.



Über Farmington führte unser Weg durch die Berge von Colorado nach Pueblo und weiter über den Picture Canyon, nach Amarillo in Texas.

Amarillo liegt im Nordwesten von Texas, dem sogenannten "Pfannenstiel" an der historischen Route 66, dem heutigen Interstate Highway 40. Die Stadt ist das Zentrum der texanischen Viehwirtschaft. Sie verdankt ihre Gründung im Jahre 1887 dem Bau der großen Eisenbahnverbindungen. Hier lag einer der Knotenpunkte des weit verzweigten Netzes. "Fort Worth und Denver City Line", und "Atichson, Topeka und Santa Fé Line", ist es zu verdanken, daß hier ein zentraler Vieh Verladebahnhof entstehen konnte. Noch heute findet in marillo die größte ständige Rinderauktion des Landes statt. Wer gerne Steaks ißt, sollte unbedingt dem Grill Restaurant "The Big Texan Ranch" einen Besuch abstatten. Hier bekommt man ein 72 oz (2kg) schweres Beefsteak kostenlos, vorausgesetzt man kann es in weniger als einer Stunde essen. Wir aßen zwar keine 2 kg Steaks, aber die Portionen unserer Steak waren auch nicht gerade klein und schmeckten ausgezeichnet.