www.offroadreisen.at

Herzlich willkommen auf der Homepage von Franz und Silvia Steiner

Am 22 September 2012 empfängt uns Utah mit heißem Wetter!

In Filmore besorgten wir uns gleich einen Backroad Atlas von Utah, um wieder ins Hinterland zu gelangen, und so ging es gleich ab in den Kanash Canyon.

Der Weg führte uns durch die Berge Richtung Süden.

Bei Long Valley Junction, bogen wir auf den Hwy. 14 ab, und fuhren zum Navajo Lake. Unterwegs sahen wir die Überreste eines riesigen Waldbrandes.

Weiter zum Cedar Breaks Monument und nach Cedar City.

Dort betankten wir wieder unser Auto und das Motorrad, um für weitere Backroad Touren gerüstet zu sein. Unser nächstes Ziel war der Kolab Canyon und die Kolab Reservois Senic Road. Wir waren ganz schön überwältigt als wir die mächtige Canyonlandschaft sahen.

Die Nächste Station war der Zion Nationalpark.  Da der Zion NP nur mit dem Shuttle Bus erreichbar ist, fuhren wir mit dem Bus bis zur Endstation, zum Temple of Sinawava. Danach wanderten wir den Riverside Walk. Dabei mussten wir einen Teil der Strecke barfuss durch das kalte Wasser zurücklegen.


 

Auf dem Rückweg gingen wir dann über den Emerald Pool Trail zur Zion Lodge.


 

Über eine anspruchsvolle Backroad kamen wir zum Willis Creek, der uns zum Durchwandern des Canyons einlud. 


 


 Danach ging es weiter Richtung Price Canyon.

Der Price Canyon ist ein Wunder der Natur! Mit seinen Nadeln und Türmen ist er bei Sonnenaufgang oder bei Sonnenuntergang ein faszinierendes Farbenspiel, und ein beliebtes Fotomotiv. 

Ein Canyon nach dem anderen folgte. Es war faszinierend, wie sich die Gesteinsformationen von Canyon zu Canyon änderten.

Als wir von der Hwy. 24 in die Cathedral Valley Road einbogen, mussten wir gleich einmal einen Fluss überqueren.

Zuerst glaubten wir, wir wären auf einem falschen Weg, doch nach studieren der Karte, gab es keinen Anderen, und wir fuhren weiter. Der schlechte Weg hat uns mit schönen Aussichten belohnt.

Als wir die Willow Spring Wash Road nahmen, kam die nächst Hürde für unser Fahrzeug. Die Long Tree Crossing, eine Brücke mit max. zehn Tonnen befahrbar, und keinen Zentimeter breiter als unser Auto. Ich musste mit der Hacke die scharfen Metallkannten, die herausstanden, wegschlagen, um meine Reifen nicht zu beschädigen.


 


 

Nach diesem Hindernis, kam gleich das Nächste. Der Devils Canyon wurde seinem Namen gerecht. Er wurde immer schmäler und schmäler, der Sand immer weicher, und die Felsstufen immer höher, bis ich auf einer felsigen Anhöhe das Motorrad auspackte, um den Weiterverlauf des Weges zu erkunden. Als ich von der Besichtigung zurück kam, blieben wir vorerst einmal hier, denn der Platz eignete sich recht gut zum Übernachten. 

Da die Straße auf den nächsten 14 km noch schlechter wurde, beschlossen wir, tags darauf einen Teil der Strecke wieder zurück zu fahren, und um über die Salt Wash Road auf den Hwy. zu gelangen. Auf der  Rückfahrt gab es aber dann dennoch wieder eine schwierige Passage zu meistern. Eine Weichsandstelle, die gestern noch zu befahren war, ging jetzt nicht mehr. Wir sind mit den Vorderräder bis zur Achse eingesunken. Nun mussten wir mit Schaufeln und Ästen, einen festen Untergrund schaffen, und den Luftdruck von den Reifen reduzieren.

Wir waren froh, als wir die Abzweigung zur Salt Wash Road erreichten. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Hwy. I 70, dachten wir?? Aber ein Hindernis stand uns noch bevor. Ein Fluss hatte die Straße unterschwemmt, sie war sehr eng, und drohte bei dem Gewicht von unserem Fahrzeug weg zu brechen. Mit viel Bauchweh und Augen zu, sind wir dann durchgefahren, und Gott sei Dank, sie hat gehalten.

Kurz darauf haben wir den Hwy. I 70 erreicht, welchen wir über Green River nach Moab fuhren. 

In Moab, das Mekka der Biker und Off Roader, gibt es viele Highlights, zu besichtigen, Trails zu befahren und zu bewandern. So fingen wir gleich mit dem Slikrock in den Sand Flats an. Da der LKW für diese Trails zu groß war, packte ich mein Motorrad aus, und versuchte es am Hell´s Revenge 4x4 Trail. Am Anfang hatte ich ein mulmiges Gefühl, denn die Steilheit und die Höhe der Felsen, waren nicht ohne. Aber mit der Zeit , gewöhnte ich mich daran, und es hat später richtig Spaß gemacht. Hier ist wirklich ein Spielplatz für alle Biker und Off Roader. 

Der Campground in den Sand Flats ist schön angelegt und mit 10,00 Dollar pro Nacht, auch nicht zu teuer.

Nach den Sand Flats erkundeten wir die Umgebung von Moab. Wir fuhren einen Trail zum Hurrah Pass. Den letzten Kilometer gingen wir dann zu Fuß, da unser Fahrzeug wieder einmal zu breit war. 

Wir übernachteten am Fuße des Hurrah Passes.

Nun wollten wir auch die andere Seite des Colorado Rivers kennen lernen. Wir nahmen den Abzweig zur Potasch Road und dem Shafer Trail, der in den Canyonlands Nationalpark führt.

Nach einigen Kilometern kamen wir auch bei einer Salzgewinnung vorbei. 

Entlang des Colorado Rivers ging´s dann weiter, vorbei am Dead Horse Point, in den Canyonlands NP. 

Da wir aber keine Übernachtungsgenehmigung hatten, und den ganzen Trail nicht in einem Tag geschafft hätten, drehten wir um und fuhren die ganze Strecke wieder zurück.

Wenn man in Moab ist, muss man auch den Arches Nationalpark gesehen haben. Im Park befindet sich die dichteste Konzentration von Natursteinbögen der Welt.  Der Landscape Arch ist mit einer Spannweite von 93 m , der größte Natursteinbogen.

Der Balance Rock und die Windows, sind mit dem Fahrzeug bequem erreichbar.

Aber die 6,8 Kilometer lange Wanderung zum Doppel O Arch, Navajo Arch und Partition Arch, lohnt sich allemal.

Und natürlich auch die 4,8 Kilometer lange Wanderung zum Star der Stars´s, den Delicate Arch, gehört unbedingt zum Besuchsprogramm.

Nach einem Ausflug ins Castle Valley, wo der Kontrast von den grünen bis gelb gefärbten Bäumen und Sträuchern, zu den rotbraunem Felsgestein und Erdhügel, extrem zur Wirkung kommt, machten wir noch einen Abstecher in die La Sal Mountains.

Das zweite Highlight in Moab, ist der Canyonlands Nationalpark. Inmitten des Colorado Plateau gelegen, umfasst er eine riesige 848 km² große Wildnis aus Fels und Stein. Wasser und Schwerkraft waren die Hauptarchitekten dieser Landschaft, und schufen aus flachen, sedimentären Felsschichten, hunderte von farbigen Canyons, Tafelberge, Steinsäulen und Bögen, sowie Steinhügel und Felstürmchen. Im Herzen dieser Landschaft, befinden sich zwei große Canyons, welche durch den Green und Colorado Fluss geformt wurden. 

Die meisten Straße sind Stein und Sandwege, und nur mit 4x4 Fahrzeugen zu bewältigen, darunter befindet sich auch der berühmte 160 Kilometer lange White Rim Trail, den wir mit dem Motorrad an einem Tag durchfuhren. Mit dem LKW wäre das kein Spaß gewesen, denn der schmale und oft sehr steile Weg mit seinen engen Kurven und den vorstehenden Felsen, wäre eine extreme Herausforderung gewesen. Wir würden keinem empfehlen, den White Rim mit einem Wohnmobil zu fahren, denn man kann max. mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein. 160 km sind dann eine lange Strecke, und außerdem würde auch die Inneneinrichtung Schaden nehmen.

Nach dem anstrengenden Ausflug, gingen wir natürlich zeitig ins Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir ja unbedingt in die White Wash Sand Dunes. Wir hatten eine Einladung von Chris bekommen, den wir in Moab kennengelernt haben. Er ist ein begeisteter Off Roader, und hat eine Autowerkstätte in Moab.

Als wir dort ankamen, packten wir sofort unser Motorrad aus, um ein paar schöne Bilder in den Sanddünen zu machen. Bei der Rückfahrt kamen wir leider zu Sturz, da der Sand zu tief war. Außer leichten Abschürfungen ist uns Gott sei Dank nichts passiert.

Tags darauf fuhren wir mit Chris und seinen Freunden eine Runde durch dieses riesengroße Gebiet. Auch die Lieblingsstrecke von Chris, den "Pickel", ein Canyon, der zum Teil über senkrechte Felsstufen, zu bewältigen ist.

An diesem Wochenende haben wir uns beim Lagerfeuer, noch bis spät in die Nacht mit unseren Freunden gut unterhalten. Schweren Herzens mussten wir uns von den neuen Freunden verabschieden.

Denn unsere Reise sollte nun nach drei Wochen Aufenthalt in Moab,  zu den Needles im Canyonlands NP weitergehen.

Bei der Ausfahrt aus dem Canyonlands NP, trafen wir noch Marion und Bärbel, zwei junge deutsche Frauen, die ebenfalls mit ihrem Wohnmobil ca. ein Jahr lang in Amerika unterwegs sein wollen. Bevor wir uns Monument Valley anschauen wollten, machten wir noch einen Abstecher ins Valley of the God.

Monument Valley, die Filmkulisse eines fast jeden Westernfilmes, speziell mit John Wayne, war ebenfalls sehr beeindruckend.

Nach einem kurzen Zwischenstopp, bzw. Einkauf und Übernachtung beim Walmart in Page, am Glen Canyon Dam

trafen wir Christine und Peter mit ihren MAN Wohnmobil aus Deutschland, die uns wieder einige Tipps geben konnten. Zum Beispiel  erklärten sie uns, das die Whaweap Hoodoos, sehr sehenswert sind, und wenige Touristen hinkommen, da der Weg dorthin sehr schwierig ist.

Als wir am Abend ankamen, waren wir doch nicht alleine. Denn Kathrin, eine nette Dame aus Californien, hat sich auch hierhin verirrt, die uns ebenfalls einige (geheime) Informationen für Besichtigungen gegeben hat, und am nächsten Tag die Wanderung zu den Hoodoos unternommen hat.

In Kanab haben dir im Visitor Center bei der Verlosung für die Genehmigung zur Besichtigung der "Wave" (die Welle), teilgenommen, und leider wurde unsere Nummer nicht gezogen. Täglich dürfen max. zwanzig Personen die Wave besuchen, aber es sind fast immer um die hundert Teilnehmer bei der Verlosung. Anschließend findet noch eine Verlosung für den "South Coyote Butes" statt. Und da hatten wir Glück! Da die Genehmigung aber erst immer für den nächsten Tag gültig ist, haben wir uns zuerst gleich den in der Nähe liegenden "White Pocket", für den keine Genehmigung erforderlich ist, und außerdem wieder einmal schwer zu erreichen ist, angeschaut.

Wir waren von den Felsformationen und Farben sehr überwältigt. Tags darauf, wanderten wir zum South Coyote Butes, und das war wohl noch das Tüpfelchen auf dem i, und der große Ersatz für die Wave.

Nachdem wir ein zweites Mal an der Verlosung für die Wave, teilgenommen hatten, und das Glück wieder nicht auf unserer Seite war, beschlossen wir, den "Toroweap", ein Aussichtspunkt in den Grand Canyon anzuschauen. Die Aussicht war grandios. Beim Blick in den 880 m tiefer gelegenen Colorado River, stockte uns der Atem.

Schöner gratis Campground am Toroweap.

Wir wollten nun auf Backroads nach Las Vegas weiterfahren, und kamen dabei in Mt. Tumbull vorbei. Das ist eine ganz kleine Farmersiedlung, wo es noch aus alten Zeiten ein Einklassen Schulhaus gibt. Es wurde liebevoll renoviert. 

Wir fuhren weiter auf einer Schotterpiste, die uns leider wieder einmal veranlasste, das Motorrad auszupacken, um den Weg zu erkunden, da die Straße wieder durch einen Canyon im Grand Canyon NP führte, und immer unwegsamer wurde. Als Franz nach 1 3/4 Stunden zurückkam, meine er nur "White Rim", also nicht gut für Wohnmobile. Somit entschieden wir, hier zu übernachten, und morgen wieder ein Stück zurückzufahren, und einen anderen Weg zu nehmen.

Jedoch die schlechten Straßen nahmen kein Ende, und wir kamen uns wie in einem Labyrinth vor, denn die Wege waren wieder zum Teil unpassierbar, und wir mussten immer wieder umdrehen. So entschlossen wir uns, eine größere Schotterstraße, durch ein Tal, welches dann landschaftlich noch sehr schön war, nach St. Georg zu nehmen.


 

Auf geht´s nach Las Vegas - in die Spielhölle Amerikas

Von St. Georg, über die Interstate 15 erreichten wir Las Vegas, und suchten uns einen schönen Übernachtungsplatz am Lake Mead, der nicht weit von der Stadt entfernt war, denn wir wollten einige Tage bleiben.


 Am nächsten Tag besuchten wir das große Motorsportgelände, das "Las Vegas Speedway", um uns einige Rennfahrzeuge anzuschauen.

Da zur Zeit in Las Vegas die "Sema" (eine der größten Automessen der Welt) stattfand, und das natürlich für uns interessant war, statten wir dieser einen Besuch ab, der uns wirklich viele Informationen über Fahrzeuge, Zubehör, Ausstattung und Technik gab.

Dann hieß es - auf in die Spielhölle! Auf dem Las Vegas Boulevard, dem sogenannten "Strip" befinden sich die meisten und schönsten Hotels der Stadt, mit ihren Casinos, Show´s und Restaurant´s. Am Tag ist die Stadt sehr beeindruckend, doch am Abend, nach Einbruch der Dunkelheit umso mehr. Viel interessanter als die Spielhöllen als solche, sind die Architektur und Attraktionen, der großen und bekannten Casinos, die entweder renoviert und erweitert wurden, oder aber erst in den letzten Jahren hinzukamen. Und so gibt es für jeden, der nicht unbedingt Lust hat auf einem einarmigen Banditen Roulette - Tisch zu spielen, noch Vieles zu sehen. Jede halbe Stunde, gibt es bei den Hotels Vorführungen, wie zum Beispiel im Trasure Island, den Piratenkampf mit dem untergehenden Schiff, das Mirage, mit seinem Vulkanausbruch, oder das Bellagio, mit seinen extravaganten Wasserspielen, um nur einige der Vielen zu nennen.

Bevor wir Las Vegas wieder verließen, tauschten wir noch unsere Reifen, von vorne nach hinten und umgekehrt, da der linke Vordere schon sehr abgefahren war, und wir hier keine Neuen in unserer Dimension bekommen haben.

Die Route führt uns weiter ins Death Valley, wo ihr unter Californien weiterlesen könnt.