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Herzlich willkommen auf der Homepage von Franz und Silvia Steiner

Wir sind wieder in Kanada!

Unser Weg führte uns über den Alaska Highway in Richtung Whitehorse. Am Kluane  Lake,

ein wunderschöner See mit Ausblick auf die Berge ringsherum. 

Bei einem Zwischenstopp , konnten wir noch ein Stück des "alten" Alaskahighway´s besichtigen und entlangwandern. 

Whitehorse, ist die Hauptstadt und gleichzeitig die größte Stadt des Territoriums Yukon. Hier versorgten wir uns gleich mit Lebensmittel und Treibstoff. Eine Attraktion ist der Raddampfer SS Klondike II am Ufer des Yukon River.


 

Bei einer Wanderung durch die Stadt entlang des Flusses und durch einen schönen Park 

 


 

besuchten wir auch die berühmte Fischleiter, die wegen der Lachse gebaut wurde, damit die Fische in den Oberlauf des Yukon Rivers gelangen können, um ihre Eier im seichten Gewässer abzulegen. Diese Fischleiter war nötig, da 1956 ein Staudamm für die Stromversorgung der Stadt gebaut wurde, und somit die Lachswanderung unterbrochen war.

Lachswanderung

Die Lachse kommen jährlich zwischen Juni und August an ihren Geburtsort zurück, um ihre Eier abzulegen. Dabei schwimmen sie bis zu ca. 3000 km flussaufwärts ohne Nahrungsaufnahme. Nach der Eiablage sterben sie. Die Jungen schlüpfen im nächsten Frühjahr und bleiben zwei Jahre an diesem Ort um heranzuwachsen, ehe sie ins Meer schwimmen. Dort bleiben sie ca. drei Jahre, bis sie wieder zurückkehren um zu laichen. 


 

Am Walmart Parkplatz, der Treffpunkt aller Traveller, trafen wir Ursi und Michael mit ihrem Toyota wieder, außerdem lernten wir Fritz und Rosmarie , sowie ihren treuen Vierbeiner Gandra, aus der Schweiz kennen. Sie sind schon seit einem Jahr unterwegs, und haben uns sehr viele gute Tipps geben können. Sie fahren einen MAN Lkw, mit einem Aufbau von Langer und Bock, und sind gerade auf der Suche nach einer Werkstätte, da sie einen Ölverlust an der  Hinterachse haben. Wir haben gesagt: "Kein Problem, wir helfen euch gerne." Und gleich darauf haben wir auf einem Parkpletz bei einer Waschstraße den MAN zerlegt, und den beschädigten Simmering bestellt. Nach zwei Tagen Lieferzeit (wurde mit dem Flugzeug) eingeflogen, konnten wir den MAN wieder flott machen. Darauf hin wurden wir von Fritz und Rosmarie auf ein gutes schweizer Raclette eingeladen. 

 

Nach vier Tagen Aufenthalt in Whitehorse, führte unser Weg weiter nach Stewart und wieder über die Grenze nach Alaska, in den kleinen Ort Haider, wo wir uns den Salmon Glacier

 

 

und die Lachswanderung am Fish Creek anschauten und auch einen Grizzly zu Gesicht bekamen.


 


 

Nach der Eiablage sterben die Fische und werden dann von den Vögeln und anderen Tieren gefressen
 

Schöner Übernachtungsplatz am Clements Lake, in der Nähe von Stewart. Hier hat es uns sehr gut gefallen, dass wir zwei Tage blieben, und es uns beim Lagerfeuer und einem Glas Wein gemütlich gemacht haben.  

Auf dem Cassier Stewart Hwy fuhren wir nach Süden Richtung Prinz George. Auf einem Übernachtungsplatz vor Watson Lake, backten wir unser erstes Brot nach dem Rezept von Ursi und Michi, und es war sehr lecker, wieder einmal ein richtiges Brot zu essen.  


 

In Kitwanga, an der Kreuzung zwischen Cassier Stewart Hwy. und Yellowhead Hwy, wurde unser Auto auch einmal verwöhnt. Er bekam ein frisches Motoröl.

 

In Hazelton gab es ein altes Indianerdorf, die wegen ihrer Totempfähle bekannt sind, zu besichtigen. 


 

 

Da die Fahrt auf dem Yellowhead Hwy. sehr eintönig war, beschlossen wir kurz nach Vanderhoof, eine Seitenstraße zu nehmen. Das hat sich als eine gute Idee erwiesen, denn wir hatten keinen Verkehr mehr hinter uns, und kamen endlich ein wenig ins Outback. Nach ca. 40 km fanden wir einen schönen, einsamen Übernachtungsplatz an einem See. Wir ließen den Abend beim Lagerfeuer und einem Gläschen Wein ausklingen.

Am nächsten Tag, als wir abfahren wollten, bekamen wir Besuch von der Feuerwache. Es stellte sich heraus, dass der Mann aus Deutschland war, welcher vor dreißig Jahren nach Kanada ausgewandert ist. Wir haben uns gut unterhalten, und viele Ratschläge von ihm bekommen. Unter anderem, dass es einen Backroad Atlas von British Columbia gibt, wo alle Nebenstraßen, sprich Schotterwege und Recreation Campsites (kostenlose Übernachtungsplätze), meistens an einem See oder Fluss gelegen, eingezeichnet sind. Da uns die Landschaft so gut gefallen hat, sind wir nicht weit gekommen. Nach 23 km erreichten wir den Bo Tail Lake Recreation Campsite, wo wir uns wieder mit deutschen Einwanderern unterhielten, und vieles über Kanada und den Leuten erfuhren. Da einem Campnachbar unser Fahrzeug so gut gefallen hat, hat er uns Feuerholz und zwei frisch gefangene Fische für´s Abendessen geschenkt. 

In Prinz George klapperten wir alle Tankstellen und Buchläden ab, aber einen Backroad Atlas bekamen wir nicht. Erst in Hixon, an einer kleinen Tankstelle wurden wir fündig. Jetzt gab´s für uns nur mehr eins. Wir wollen von hier bis Vancouver alles auf Backroad Straßen fahren, das sind ca. 700 km Waldwege. Vorerst mussten wir einmal unseren Reifendruck reduzieren, da uns sonst auf den schlechten Straßen, die Kiste auseinander fällt. 

Auf dem Weg kamen wir wieder an einem schönen Recreation Campground am Ladies Creek vorbei. Wir blieben zwei Tage, da es uns hier so gut gefiel, und wir wieder außerdem ganz alleine waren. Somit haben wir gleich unsere Wäsche gewaschen, und unser Auto durchgecheckt. 


 

Auf unserem Weg lag Bakerville, eine historische Stadt, die man unbedingt besichtigen sollte, denn hier wird gezeigt, wie die Leute im 19. Jahrhundert gelebt haben.

  

Von Bakerville fuhren wir weiter auf Waldwegen Richtung Südwesten. 

 


 Unser nächstes größeres Ziel war Whistler. Bevor wir aber in Whistler ankamen, haben wir noch einiges erlebt. In der Ortschaft 70 Mile House besorgten wir uns noch was zum Essen, dann gin´s wieder ab in den Wald, Richtung Fraser Canyon, wo wir dann mit einer Fähre, den Fraser River überqueren mussten. Der Mann von der Fähre fragte: " Wie schwer denn unser Fahrzeug ist, denn er kann nur maximal 10 Tonnen befördern." Ich habe ein bischen untertrieben, und gesagt: "Gerade 10 Tonnen," "ok." hat er gesagt, "rauf auf´s Boot."

Am anderen Ufer angekommen, bemerkte ich erst, wie steil der Anstieg ist. Ich dachte mir, hoffentlich! muss ich hier nicht stehen bleiben, und hoffentlich! kommt hier Keiner entgegen, denn zum Ausweichen wäre hier kein Platz. Auf kürzester Strecke, haben wir einen Höhenunterschied von ca. 800 m überwunden. 

Nach einem schönen Übernachtungsplatz am Shraeder Lake

wollten wir über den China Head Montain Road weiterfahren


 

Der wurde leider für unser Wohnmobil eine Sackgasse. Nach ca. 3 km, war der Weg vom Hochwasser weggeschwemmt, und wir mussten umdrehen, denn zurückschieben auf diesem schmalen Weg wäre unmöglich gewesen. Wir haben ein paar Bäume und Äste abgeschnitten, damit wir etwas mehr Platz zum Umdrehen hatten. Der Weg war ca. drei Meter breit, und mein Auto ist sieben Meter lang. Bei dieser Aktion habe ich kein gutes Gefühl gehabt. 

In der Zwischenzeit, sind von der anderen Seite, Kirk und Sharon, eine Farmerfamilie aus Vancouver mit ihrem Toyota gekommen. Sie waren sehr nett, und haben uns bei unserem Vorhaben geholfen, und beim ersten Reversieren ist es schon passiert. Ich bin mit den Hinterrädern bis auf die Achse eingesunken.


 

Das Auto drohte zu kippen, wenn ich aus dem Loch herausfahre. So haben wir dann das Motorrad ausgeladen, um den Schwerpunkt zu verbessern. Außerdem hat mich Kirk mit seinem Toyota am Seil gehalten, und ich habe mich dann mit der Seilwinde aus dem Loch gezogen. Diese Aktion dauerte ganze vier Stunden.

Das ist noch einmal gut gegangen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön an Kirk und Sharon. 

Nach dieser nerven aufreibender Aktion, hatten wir einmal genug von schlechten Pisten. So fuhren wir den besseren Weg entlang des Fraser River nach Lillooet, und weiter Richtung Gold Bridge, wo wir bei einem Staudamm übernachteten. 

Am Lillooet River werden von Indianern Lachse gefangen und anschließend unter den blauen Planen luftgetrocknet.

In Gold Bridge haben wir uns vom Visitor Center, Informationen über den Ort und der Landschaft geholt, und ein wenig Treibstoff gebunkert, da wir in nächster Zeit keine größere Stadt anfahren werden.

Visitor Center in Gold Bridge

Reifenhändler und Tankstelle in Gold Bridge

Unser nächstes Ziel sind nähmlich die Megher Hot Springs am Lillooet River, Nähe Pembelton. Als wir dort ankamen, haben wir eine totale Verwüstung angetroffen, und die Zufahrt zu den Hot Springs war gesperrt.


 

Gleich in der Nähe gab es eine Recreation Site, wo wir erstmal übernachteten. Am nächsten Morgen kamen zwei Ranger vorbei, und bewunderten wieder einmal unser Auto. Wir fragten sie dann, was hier eigentlich passiert sei? Dann haben sie uns von der Katastrophe im Jahr 2010 geschildert. Da sei nämlich ein ganzer Berg abgerutscht, und die komplette Straße wurde dabei mitgerissen. Daher kann man die Hot Springs nur mehr zu Fuß erreichen. Man müsste aber den Fluss durchqueren, und sich dann den Weg suchen.  Doch ein Stück weiter, soll es noch Hot Springs zu besichtigen geben, die aber schwer zu finden sind, haben uns die Ranger erzählt. 

Wir machten uns auf die Suche, und haben sie auch dann gefunden.


 


 


 


 


 


 

Nach dem anstrengenden Aufstieg, führte unser Weg weiter nach Whistler, wo 2010 die olympischen Winterspiele stattfanden.

Der dichte Verkehr und das rege Treiben in der Stadt, hat uns schnell zum Aufbruch in Richtung Vancouver verholfen, aber nicht auf der Hauptstraße, sondern über Schotterwegen und einsame Campground´s am Harrison Lake, sowie den Hot Springs am Sloquet Creek, wo wir uns ein heißes Bad genehmigten. 

Die Straße von den Hot Springs nach Vancouver war dann wieder eine Herausforderung für uns.


 

Als wir in Vancouver ankamen, mussten wir unbedingt Kirk und Sharon auf ihrer Farm besuchen, denn sie hatten uns eingeladen, und wir könnten bei ihnen am Fraser River campen, und ein paar Tage bleiben. Als wir ankamen, wurden wir gleich herzlich und mit einem kühlen Bier empfangen. Wir haben noch Nadja und Marcel aus Deutschland kennengelernt, die nach Kanada ausgewandert sind. Am Abend wurden wir noch zum Essen eingeladen. Es gab frisches Gemüse von der Farm und Currywurst von einem deutschen Metzger aus Vancouver. Das Essen kat uns sehr gut geschmeckt und wir haben uns noch lange gut unterhalten

Am nächsten Tag machten wir eine Stadtbesichtigung mit dem Motorrad nach Vancouver.


 

China Town in Vancouver 


Da wir wieder am Abend von Kirk und Sharon zum Essen eingeladen wurden, haben wir Sharon versprochen, am nächsten Tag, ihr bei der Arbeit auf der Farm zu helfen. Die Arbeit auf der Farm war für uns einmal was Neues. Erst Tomaten pflücken, dann sortieren. Gleich waren Birnen zu pflücken, und Strohballen auf den Anhänger zu schlichten. Weiters haben wir dann noch Heidelbeeren aussortiert und gesäubert. So hatten wir einmal einen Einblick auf die Arbeit auf einer Farm bekommen, und am Abend haben wir unser Kreuz auch wieder einmal gespürt. 


 

 


 


Nach drei Tagen auf der Farm, haben wir uns von Kirk und Sharon verabschiedet und sind am Donnerstag den 6. September 2012 wieder in die USA eingereist. 

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an Sharon und Kirk für die schöne Zeit bei euch!